Rund 50 Schüler beteiligen sich an dem Projekt von Ortsheimatpfleger Frahsek.
Rund 50 Schüler beteiligen sich an dem Projekt von Ortsheimatpfleger Frahsek.

Pressebericht Mittelbayerische Zeitung | Text und Bild: Josef Dummer

LAPPERSDORF.

Ortsheimatpfleger Bernhard Frahsek arbeitet seit über 40 Jahren in der Denkmalpflege. Sein Bestreben ist es seitdem, die Hintergründe von Kleindenkmälern nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Deshalb initiierte er das Gemeinschaftsprojekt „Unsichtbares sichtbar machen“ in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium und der Mittelschule Lappersdorf. Zum Auftakt des Projekts trafen sich kürzlich über 50 Schüler beim Lappersdorfer Rathaus, um von Ortsheimatpfleger Frahsek den Sinn dieser Aktion erklärt zu bekommen. Denn hinter den meisten dieser über 30.000 Kleindenkmäler alleine in der Oberpfalz stehen laut Frahsek Geschichten, „sowohl wunderbare wie auch tragische“, und bei vielen seien die Hintergründe gar nicht mehr bekannt, weil die Zeitzeugen bereits verstorben sind. Die Schüler der Mittelschule Lappersdorf in Kooperation mit dem Gymnasium Lappersdorf hätten jedoch das Glück, bei dem Projekt „Kriegsende in Lappersdorf“ mit Berichten von zwei Zeitzeuginnen arbeiten zu können, die noch heute im Markt Lappersdorf leben.

Durch Begehungen vor Ort in der Flur könnten diese Eindrücke intensiv erlebt und erarbeitet werden. Als Höhepunkt dieser Arbeit soll dann nach den Vorstellungen von Frahsek ein Denkmal entstehen, das die Lappersdorfer für alle Zeiten an diese schrecklichen Zeiten erinnern wird. Im Nachgang zu dieser Veranstaltung folgen ebenso Begehungen des Todesmarsch-Weges mit dem Ortsheimatpfleger. Zudem werden die Schüler in der Schule Material sichten und mit Unterstützung der Lehrer und Zeitzeugen auswerten. Krönender Abschluss soll der Entwurf des neuen Denkmals sein, das neben der Mittelpunktsäule bei Hainsacker aufgestellt wird. Auf diese Weise soll es den Schülern möglich sein, selbst die historische Struktur ihres Heimatortes nachzuvollziehen. Bürgermeister Christian Hauner bedankte sich bei den Initiatoren dieses Projekts, insbesondere beim Ortsheimatpfleger Frahsek und bei den Lehrkräften sowie für das Interesse der Schüler und versprach, diese Idee mit all seinen Möglichkeiten tatkräftig zu unterstützen. (ldk)

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